Studiengebühren

Da hat man endlich sein Abitur geschafft und sogar den gewünschten Studienplatz bekommen, da kommen schon wieder neue Probleme auf einen zu. So ein Studium ist nämlich ganz schön teuer. Wer da keinen reichen Papa hat, der das Studium sponsert, muss sich ernsthafte Gedanken machen, welche Kosten da in Zukunft auf ihn zukommen.

Semesterbeitrag
Was es für Studenten schon immer gab, ist der Semesterbeitrag. Nur so genannte Härtefälle, z.B. Schwerbehinderte, können sich von dem Semesterbeitrag befreien lassen. Damit werden Verwaltungskosten, Sozialbeiträge für Asta und das Studentenwerk, oft aber auch ein Semesterticket für den öffentlichen Nahverkehr und andere Vergünstigungen bezahlt.
Den Semesterbeitrag sollte man immer pünktlich bezahlen, sonst droht sogar die Immatrikulation.

Studiengebühren
Seit 2007 etwa müssen in Deutschland auch noch zusätzlich Studiengebühren bezahlt werden. Damit sollen die Studenten den Träger der Hochschule finanziell entlasten, indem sie einmal pro Semester die Studiengebühren zahlen müssen.

Jedes Bundesland hat seine eigenen Studiengebühren beschlossen, die teilweise stark voneinander abweichen.

Studiengebühren in den einzelnen Bundesländern (Stand 2009)

Zunächst die positiven Meldungen: Hessen hat die Studiengebühren ganz abgeschafft, Schleswig Holstein verzichtet zurzeit auf Studiengebühren und in Mecklenburg-Vorpommern zahlt man keine Studiengebühren für Diplom, Magister, Bachelor, Staatsexamen und konsekutive Master. Nur für weiterbildende Studiengänge werden teilweise, je nach Hochschule, Studiengebühren verlangt.

In Berlin und Brandenburg muss man nur Rückmeldegebühren bzw. Verwaltungsgebühren in Höhe von 50,00 € für Berlin und 51,00 € für Brandenburg bezahlen

Genau 500,00 € Studiengebühr zahlt man nur in Baden-Württemberg und Niedersachsen. In beiden Bundesländern ist es möglich, die Studiengebühren über ein Studienbeitragsdarlehen zu finanzieren. Außerdem zahlt man in Urlaubssemestern keine Studiengebühren. Einige Studenten können sich auch von den Studiengebühren befreien lassen, z.B., wenn sie Kinder unter 14 Jahren haben

In Bayern müssen Fachhochschulen mindestens 100,00 € pro Semester an Studiengebühren berechnen und Unis und Kunsthochschulen mindestens 300,00 €. Der Höchstbetrag für beide Hochschulen beträgt 500,00 € je Semester

Thüringen und Sachsen-Anhalt berechnen nur Langzeitstudenten Gebühren und zwar 500,00 € je Semester ab vier Semester über der Regelstudienzeit; in Bremen wird dieser Betrag ab dem 15. Semester fällig. In Rheinland-Pfalz werden sogar 650,00 € pro Semester fällig, wenn am das 1,75-fache der Regelstudienzeit überschreitet

Das Saarland ist noch human zu den Neustudenten im ersten und zweiten Semester, diese zahlen nur 300,00 € pro Semester, danach werden auch wieder 500,00 € fällig

Sachsen verlangt nur Studiengebühren bei einem Zweitstudium in Höhe von 300,00 € bis 450,00 € je Semester

In NRW betragen die Studiengebühren zwischen gar nix und 500,00 €; jede Hochschule kann nämlich selbst bestimmen, welche Studiengebühren sie nimmt

In Hamburg zahlt man 375,00 € pro Semester, allerdings können sich viele Studierende die Studiengebühren zinslos stunden lassen. Man muss sie dann erst nach dem Studium zurückzahlen, wenn man mehr als
30.000,00 € brutto im Jahr verdient.